Heute hatten wir einen ganz besonderen Schultag!
Ein Obergerichtsvollzieher, ein Experte aus der Praxis in der Zwangsvollstreckung, war in der Schule vor Ort und vermittelte einen realistischen Einblick in seinen spannenden, aber auch anspruchsvollen Berufsalltag.
Er berichtete über Zwangsvollstreckungen aufgrund von Pfändungen und Versteigerungen beweglicher Sachen, von der Durchführung der Vermögensauskunft und der Möglichkeit eine Ratenzahlungsvereinbarung mit ihm zu vereinbaren. Trauriger Weise sind Zwangsräumungen wegen nicht bezahlter Mieten sein Alltag. Das sind alles Folgen der Überschuldung. Selbst Kinder kann er im Rahmen der Vollstreckung mitnehmen. Zum Glück ist das bei ihm noch nicht so häufig passiert.
Wir haben uns gefreut nebenbei im Rahmen der beruflichen Orientierung ein Einblick in sein Berufsfeld zu erhalten. Es sind anscheinend nicht nur die rechtlichen Abläufe und verantwortungsvolle Entscheidungen bis hin zum Umgang mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Besonders interessant war, wie viel Kommunikation, Feingefühl und Fachwissen dieser Beruf erfordert.
Auch unsere Fragen, die im Ausbildungsbetrieb zur Rechtsanwaltsfachangestellten entstehen, wurden ausführlich beantwortet – egal ob es um Rechte, Abläufe oder die Realität hinter bekannten Klischees ging.
Wir danken auch unserem Fachlehrer Herrn Becker für die Organisation und systematische Vorbereitung des Zwangsvollstreckungsverfahrens im schulischen Lernfeldunterricht aufgrund seiner zusätzlichen jahrelangen anwaltlichen Berufserfahrung aus der Vergangenheit. Wir waren erstaunt, was wir schon alles wissen.
Ein großes Dankeschön für den offenen, ehrlichen und lehrreichen Austausch an den Obergerichtsvollzieher! ⚖️📚
Klasse RF-23-1

