Endlich war es soweit! Nachdem im Mai 2006 bereits der Grundstein für das deutsch-französische Austauschprogramm durch den Besuch der französischen Korrespondenten gelegt wurde, bestiegen u.a. 5 mutige Azubis der MBS am 07.01.2007 das Flugzeug der Air France nach Paris, um für 3 Wochen das Land der Baguettes und der „Einparktalente“ kennen zu lernen.
Kurz nach der Ankunft wurde unsere Teamfähigkeit das erste Mal auf die Probe gestellt. Die problematische Frage war: Wie bekommt man innerhalb einer Minute zehn Leute mit je 25kg Gepäck, zur Hauptverkehrszeit, in eine überfüllte Metro? Nachdem wir die erste Prüfung meistern konnten und es zusammen an unser Ziel schafften, war uns klar, dass spannende Wochen folgen würden. In der ersten Woche genossen wir noch den Schutz einer deutschsprachigen Französischlehrerin, die unerwartete Sprachtalente in uns entdeckte.
Nun konnte es losgehen....zwei Wochen Praktikum in einer Pariser Bank, die auf Grundlage der Volks- und Raiffeisenbank basiert – Crédit Mutuel. Nachdem wir überwiegend herzlich empfangen wurden stellte sich schnell heraus, dass Franzosen anders ticken als Deutsche. Wir erfuhren bereits durch den Besuch unserer Korrespondenten, dass die französische Bankausbildung anders aufgebaut ist. Außerdem wurden während unseres Praktikums nun auch Unterschiede im Geschäftsbetrieb deutlich.
Im Gegensatz zur Ausbildung bei der MBS, sind französische Bank-Azubis nicht bei einem Unternehmen angestellt. Sie durchlaufen eine schulische Ausbildung von 3 Jahren, die durch einzelne Praktika vertieft wird.
Besonders auffällig in der Praxis war der große Berg von Scheckeinreichungen, die täglich bearbeitet werden wollten. Der Bearbeitungsaufwand entspricht ungefähr dem der Überweisungen bei der MBS – wenn das mal reicht. Nimmt man den Franzosen ihre Schecks weg, weiß keiner mehr wie er sein Baguette bezahlen soll, da Bargeld, Überweisungen und Kartenzahlung sich nicht im Wortschatz der Einheimischen befinden.
Erstaunlich war des weiteren, dass Ein- und Auszahlungen ausschließlich über Automaten abgewickelt werden, und somit kein Bargeld im Servicebereich zu finden ist. Ansonsten sind die Geschäftsstellen und die Funktion der einzelnen Mitarbeiter ähnlich strukturiert.
Unser Fazit: Wunderschöne Stadt und das Praktikum eine Erfahrung wert!



