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Gesundheitskaufleute besuchten den Brandenburgischen Landtag

Alles begann mit den nicht enden wollenden Flüchtlingsströmen, dem Engagement verschiedener Klassen des OSZ für diese Flüchtlinge und der Fragestellung: „Was wissen wir eigentlich über die Flüchtlingspolitik Brandenburgs?“

Aus kontroversen Diskussionen im Klassenverband erwuchs die Idee, die Karikaturausstellung der Landeszentrale für politische Bildung „In Brandenburg Willkommen?“ zu besuchen. Die Ausstellung wurde in den Fraktionsräumen der Partei Bündnis 90/ die Grünen im Landtag gezeigt, so wurde uns schnell klar, dass eine Führung durch den Landtag und Gespräche mit Politikern eine zusätzliche Bereicherung sein könnten.

Daraufhin besuchten alle drei Lehrjahre des Bildungsgangs Gesundheit an drei Freitagen in Folge den Brandenburgischen Landtag. Wir entdeckten, wie viele Chancen und Probleme die aktuelle Flüchtlingswelle mit sich bringt und dass der Einfluss auf unseren Alltag unvermeidlich ist. Außerdem erfuhren wir von Lebensberichten vieler Brandenburger, die sich bereits in unterschiedlichster Weise engagierten.

Im Plenarsaal hörten wir dann viel Neues und einiges Bekanntes zur aktuellen Sitzverteilung im Landtag, den verschiedenen Parteien, den Fraktionen, den Ausschüssen und der Arbeitsweise des Landtages. Wir lernten beispielsweise, dass eine Diät bei Politikern nichts mit Hungern zu tun hat oder wieso Brandenburg auch einen fraktionslosen Abgeordneten und eine Gruppe von Abgeordneten hat. Sogar unser Französisch wurde etwas aufgefrischt:  “Ceci n’est pas un chateau“ – „Dies ist kein Schloss“. Wir erfuhren, wie der Architekt beim Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses die monarchische Vergangenheit des Ortes mit der aktuell herrschenden Demokratie in unserem Land verbunden hat.

In einer Podiumsdiskussion mit Vertretern verschiedener Parteien, konnten wir zum Abschluss unsere Fragen und Bedenken in Bezug auf die aktuelle geopolitische Lage äußern. Anhand ihrer Reaktionen wurde uns klar, dass Politiker zwar auch nicht alle Antworten haben, aber trotzdem nah an den Problemen unserer Gesellschaft und so letztlich an uns dran sind.

Martin Pydde, Klassenlehrer einer Klasse Kaufleute im Gesundheitswesen.