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Besuch der Klasse 1661 im Landtag in Potsdam

  • Erstellt von Nicole Sulkowski, Nicole Adam und Carola Schielke

Am 15.12.2006 besuchte die Klasse 1661 des OSZ II Potsdam im Rahmen des Wirtschafts- und Sozialkundeunterrichtes den Brandenburgischen Landtag.

Vor den Toren des „Kremls“, wie das Landtagsgebäude spöttisch auch genannt wird, wurden wir von einer Mitarbeiterin der CDU-Fraktion empfangen. Sie begleitete uns in einen Raum, in dem uns Frau Golz von der Landtagsverwaltung etwas über die Aufgaben und Abläufe des Landtages berichtete und uns einen Einblick in dessen Geschichte gab. Sie berichtete auch, dass der größte Anteil an Abgeordneten vor ihrem Amtsantritt Lehrer waren und dass zur Zeit 39 Frauen als Abgeordnete im Landtag tätig sind.

Anschließend durften wir an einer Plenarsitzung des Landtages teilnehmen, die allerdings gar nicht unseren Erwartungen entsprach. Man sagte uns, wir sollen so leise wie möglich sein und unsere Handys bitte ausschalten. Als wir aber den Plenarsaal betraten, war es aber relativ laut, Abgeordnete liefen hin und her und telefonierten. Es fiel auch auf, dass ein Großteil der Abgeordneten nicht anwesend war. Die Abgeordneten diskutierten unter anderem über den Haushalt und die Verteilung der Gelder. Zwischendurch musste der Präsident des Landtages, Herr Fritsch, einen Abgeordneten, der laut argumentierend einen Redner unterbrach, daran erinnern, dass immer nur einer das Wort hat.

Im Anschluss an die Plenarsitzung hatten wir ein Gespräch mit Herrn Lunacek, dem Fraktionsvorsitzenden der CDU. Wir sprachen nicht über Gelder, die Abgeordneten verdienen, sondern über unsere Erfahrungen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder über das Desinteresse der Jugend an Politik. Man hatte den Eindruck, dass Herr Lunaczek sich für unsere Vorschläge und Einwände interessierte. Den kleinen Zwischenfall während der Plenarsitzung bezeichnete er als „Salz in der Suppe“, was darauf schließen lässt, dass Politik auch für Abgeordnete langweilig werden kann. Er entschuldigte dies aber damit, dass die Abgeordneten in den letzten 3 Tagen während den Sitzungen alles ausdiskutiert hätten und man sich so immer wieder im Kreise drehen würde. Nach einem gemeinsamen Foto haben wir uns dann von Herrn Lunaczek verabschiedet.

Ausklang unseres Besuches war ein leckeres Essen. Vielen Dank an das Küchenpersonal.

Auf jeden Fall ist ein Besuch des Landtages ein Ereignis, das man einmal miterlebt haben muss, weil man der Politik selten so nahe kommt, man einen kleinen Einblick in die Arbeitswelt von Politikern gewinnt und vielleicht einiges anders sieht als zuvor.

Nicole Sulkowski, Nicole Adam und Carola Schielke (Schülerinnen der Klasse 1661, OSZ II Potsdam)