Sie war einmal und besteht noch immer: die Partnerschaft zwischen dem OSZ II in Potsdam und dem Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrum in Luzern, die durch ein- oder zweijährliche gegenseitige Besuche gepflegt und geschätzt wird. Und so begab es sich, dass nach Aufruf von Herrn Schulze-Marmeling sich 18 junge Menschen meldeten um sich gemeinsam mit ihm und Frau Straub auf eine lustige, lehrreiche, eindrucksvolle und teils anstrengende Reise in die Partnerstadt aufzumachen.
Ungeachtet des zu Beginn eher schlechten Wetters bot sich den Reisenden eine malerische Kulisse mit schneebedeckten Bergspitzen, einem See mit Wasser so klar wie der Sternenhimmel und Straßen so lebhaft wie während eines Winterschlussverkaufs. Auch die Bewohner waren voller Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Während des gesamten Aufenthaltes wurde die Gruppe von Herrn Wicki und Herrn Hubli betreut, begleitet, mit ihnen wurde gelacht und erlebt. Als Willkommensgruß richteten sie zusammen mit ihren Schülerinnen und Schülern ein Abendessen mit Schweizer kulinarische Köstlichkeiten aus, stellten die Gruppe dem Stadtpräsidenten (Oberbürgermeister) vor und zeigten ihr einen bedeutenden Lernmittelpunkt der Stadt: Das Fach- und Wirtschaftsmittelschulenzentrum. Dort strebte jeder Einzelne der Reisenden nach Wissen und neuen Erfahrungen. In Gruppen aufgeteilt, erarbeiteten und verinnerlichten sie Übersichten und Gegenüberstellungen verschiedener Aspekte des politischen und sozialen Systems der Schweiz, meist im Vergleich zu Deutschland. Beispielsweise wurden die sozialpolitischen Unterschiede aufgezeigt oder die unterschiedlichen Kommunalstrukturen erklärt.
Für einige aber wird wohl der Bergaufstieg ein Höhepunkt der sonst lehrhaften Reise gewesen sein, denn dort droben zeigte die Region um den Vierwaldstätersee ihre schönste Seite. Doch leider blieb den meisten dieser imposante Blick verwehrt, da nur wenige samt den Lehrpersonen den beschwerlichen Pfad durch Matsch, Laub und über Steine zum Gipfel in Angriff nahmen.
Doch was wäre eine Reise ohne einen gebührenden Abschluss? So dachte sich die Gruppe und es geschah, dass ein schmackhaftes Dinner auf einem Schiff bei wunderschönstem Panorama ausgerichtet wurde.
Am Morgen danach waren die sieben Sachen gepackt, die Mägen gefüllt und die Herzen ein wenig wehmütig, denn mit Bus, Bahn und Flieger hieß es dann auch schon wieder „Adieu Lucerne!“
Abschließend möchten wir uns ganz herzlich bei den Betreuern Herrn Wicki und Herrn Hubli für die sehr angenehme und unterhaltsame Woche bedanken. Auch unseren Lehrern Herrn Schulze-Marmeling und Frau Straub sprechen wir unseren allerherzlichsten Dank aus, da sie erst die Reise ermöglichten.
Merci und Danke
(Toni König, 2312)



