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Unsere Reise nach Luzern – Ein Bericht (Kaufleute für Bürokommunikation)

  • Erstellt von Benjamin Braune, Klasse 1672

04. Mai 2009

Am 04. Mai 2009 sollte unsere Reise endlich beginnen. Unser Treffpunkt war der Flughafen Berlin-Tegel. Nach und nach trafen die Teilnehmer ein. Schon der erste Kontakt gestaltete sich zu einem munteren und fröhlichen Miteinander. Als das Flugzeug pünktlich um 10:40 Uhr auf die Startbahn rollte, stieg die Spannung. Jeder freute sich auf eine tolle, bereichernde und lustige Woche.

Abflug – Schweiz wir kommen

Nach einem angenehmen Flug landeten wir um 12:00 Uhr auf dem Flughafen Zürich.  Dort empfing uns Herr Wicki. Er ist Lehrer am Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrums Luzern und war für die Woche einer unserer Betreuer vor Ort. Einige nutzten den kurzen Aufenthalt auf dem Flughafen, um Geld zu tauschen, oder sich über die exorbitanten Preise für Lebensmittel zu wundern.  Mit dem Zug, in einem nur für uns reservierten Abteil, ging es nun endlich nach Luzern. Erste Eindrücke konnten gesammelt werden. Mitsamt unserem Gepäck liefen wir dann vom Bahnhof Luzern zu unserer Unterkunft. Auf dem Weg dort hin konnten wir schon das Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrum Luzern sowie die Stadtverwaltung sehen. Diese beiden Einrichtungen sollten wir in den nächsten Tagen noch genauer kennen lernen.
Als wir das Tourist-Hotel erreicht hatten, uns niederließen und uns über nur zwei Duschen pro Hotelflur ärgerten, hatten wir  einen kurzen Moment die Möglichkeit zu entspannen, einen Blick in die Stadtkarte zu werfen oder über den an jedem Morgen stattfindenden Duschablauf zu diskutieren. Kurz danach führte uns Herr Wicki durch die Stadt, zeigte uns die wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten und wusste zu allen Fragen eine Antwort. Um 19:00 Uhr wurden wir von den Schweizer Schülern zu einem Käsefondue in die Mensa des Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrums eingeladen. Es war ein toller Abend. Alle kamen miteinander ins Gespräch. Es wurde viel gelacht, viel gegessen und erste Brocken “Schwyzerdütsch“ wurden uns beigebracht. Nachdem die lustige Runde sich aufgelöst hatte, konnten wir den Abend individuell ausklingen lassen.

05. Mai 2009

Der nächste Tag begann früh. Kurz nach dem Frühstück wurden wir im Mittelschulzentrum begrüßt. Der Schulleiter stellte uns in der Bibliothek die Schule vor, gab kurze Einblicke in das Schulsystem und stellte sich unseren Fragen. Danach hatten wir das Vergnügen, den Unterricht zu besuchen. Verschiedene Fächer standen zur Auswahl. Einigen Teilnehmern zeigte Herr Hubli, Sportlehrer am Mittelschulzentrum, die überaus moderne Sporthalle mit eigenem Fitnessstudio, mit Gymnastikraum, Kletterwand und Außensportanlagen. Nach zwei Unterrichtsstunden wurden wir vom Luzerner Stadtpräsidenten Urs W. Studer zum Mittagessen in der Kantine der Stadtverwaltung  empfangen. Während dem Essen sprach der Stadtpräsident (Bürgermeister) kurz und knapp über die Stadtverwaltung, seine Tätigkeiten vor Ort und die Wichtigkeit einer Städtepartnerschaft.
Anschließend stand uns ein toller Ausflug zum Bürgenstock  (1.127,80 m ü. M.) bevor. Auch die Schweizer Schüler sowie Herr Wicki und Herr Hubli waren dabei. Wir fuhren mit dem Schiff über den Vierwaldstätter See. Es war herrlich: Glasklares Wasser, hohe Berge, noch höhere schneebedeckte Gipfel im Hintergrund, schöne Grundstücke mit Häusern in Ufernähe und natürliche die frische Brise begeisterten uns. Zuerst fuhren wir mit der Bahn den Berg hinauf.  Auf einer Höhe von ca. 500 Metern folgte ein kleiner, entspannter Fußmarsch mit leichter Steigung über einen Spazierweg, welcher direkt in den Fels gesprengt worden war. Dieser Weg führte uns zur Talstation des Hammetschwand-Lifts, dem höchsten Freiluft-Aufzug Europas. Er verbindet den landschaftlich schönen Felsenweg mit dem Aussichtspunkt Hammetschwand, von dem man einen eindrucksvollen Blick auf den Vierwaldstätter See und die umliegenden Berge genießt.  Auf dem Gipfel angekommen wurden wir mit einer kleinen Pause und einer tollen Aussicht belohnt, bevor der Rückweg in Angriff genommen wurde.
Nach einem anstrengenden, aber wunderschönen Tag verschwanden wir ins Hotel und verließen es erst zum späten Abend wieder, um Punkt 00:00 Uhr auf den Geburtstag von Florian anzustoßen. Nach einer kurzen, spontanen und lustigen Feier unter einer Luzerner Autobahnbrücke siegte die Vernunft: Wir mussten schnell ins Bett, denn am nächsten Tag sollte der erste Arbeitstag stattfinden.

06. Mai 2009

Frisch und ausgeruht saßen alle Teilnehmer in feinstem Arbeitszwirn am Frühstückstisch. Der erste Arbeitstag begann entspannt. In der Stadtverwaltung Luzern stellten uns die Ausbildungsleiter Gilbert Roos und seine Mitarbeiterin Rita Gumiero das Schweizer Schulsystem vor. Auch uns wurden viele Fragen gestellt. Wir verglichen die verschiedenen Systeme miteinander und  diskutierten über Vor- und Nachteile. Nach der Mittagspause in der bereits bekannten Kantine lauschten wir gespannt den Informationen zur Berufsausbildung in der Schweiz.  Dann wurden wir für den nächsten Arbeitstag verschiedenen Abteilungen zugeteilt. Abschließend wurden wir durch die Stadtverwaltung geführt, um zu sehen, wo wir am nächsten Tag arbeiten sollten.
Den späten Nachmittag konnten wir selbst gestalten. Einige gingen shoppen, andere joggen und wieder andere machten es sich in der Hotellobby bei Cola, Kaffee und Keksen gemütlich. Am Abend saßen wir zusammen, schauten auf den Fernseher und sprachen über das bis dahin Erlebte.

07. Mai 2009

An diesem Tag sollten wir nun in den uns zugewiesenen Abteilungen arbeiten. Nach dem wir uns mit den Luzerner Arbeitskollegen gegenseitig bekannt gemacht hatten,  konnte jede Gruppe die verschiedenen Bereiche, Arbeitsfelder und Organisationsformen kennen lernen. Für alle Teilnehmer gestaltete sich der Arbeitstag sehr informativ. In entspannter und angenehmer Atmosphäre konnten wir uns einen Eindruck von der täglichen Arbeit in der Stadtverwaltung Luzern machen.  Nachdem wir unseren Arbeitstag gegen 16:00 Uhr beendet hatten, wurden wir zu einem gemeinsamen  Abendessen mit den Schweizern auf das Schiffrestaurant “Wilhelm Tell“ eingeladen. Bei langsam untergehender Sonne schlugen wir uns die Bäuche voll und machten uns danach zusammen mit den Schweizer Schülern auf den Weg in eine Diskothek. Bei guter Musik und fairen Preisen ließen wir den tollen Abend bzw. frühen Morgen ausklingen.

08. Mai 2009

Mehr oder weniger frisch traf man am Morgen beim Frühstück aufeinander. Der letzte volle Tag in Luzern war angebrochen. In der Stadtverwaltung angekommen bereiteten wir uns auf unsere Vorträge vor. Jede Gruppe war angehalten, in Form eines Kurzvortrages alle anderen Teilnehmer über die unterschiedlichen Zuständigkeiten der Abteilungen zu informieren und das Erlebte darzulegen. Nach der Mittagspause werteten wir die Austauschwoche aus, erhielten unsere Testate und gingen im Anschluss in das Luzerner Rathaus und lernten dort ein tolles Bauwerk mit geschichtsträchtigem Hintergrund kennen.  Die aufwendigen Holzarbeiten im Innern des Rathauses beeindruckten uns sehr. Zum Abschluss luden uns Herr Roos und Frau Gumiero zu Getränken und kleinen Häppchen in ein Café gegenüber dem Rathaus ein. Wir ließen die Woche Revue passieren und konnten dabei die nun eintreffenden Hochzeitspaare beobachten.
Der letzte Abend wurde wieder individuell gestaltet. Einige saßen gemütlich beisammen, andere nutzten die Zeit für einen gemeinsamen Spaziergang durch Luzern, um sich die tolle Stadt noch einmal in Ruhe anzuschauen.

09. Mai 2009

Die Koffer waren schon gepackt, als wir uns zu unserem letzten gemeinsamen Frühstück trafen. Es folgte der Rücktransfer mit der Bahn zum Flughafen Zürich. Die verbleibende Zeit bis zum Abflug nutzten wir, um unsere letzten Franken auszugeben. Um 14:35 Uhr landeten wir auf dem Flughafen Berlin - Tegel. Nachdem wir unsere Koffer in Empfang genommen hatten, trennten sich die Wege unserer tollen Gruppe.
Abschließend lässt sich sagen, dass wir eine sehr lehrreiche und schöne Woche erleben durften. Wir fühlten uns sehr willkommen, wurden wunderbar betreut, durften große Gastfreundschaft erfahren und möchten uns bei allen Beteiligten, Initiatoren und der Stadt Luzern dafür bedanken.
Durch die vielen Eindrücke und Erfahrungen, die wir sammeln konnten, können wir behaupten, dass wir die Schweiz nicht nur gesehen, sondern kennen gelernt haben.
Im Sinne der Städtepartnerschaft ist uns viel daran gelegen, solche Beziehungen aufrecht zu erhalten. Wir heißen schon jetzt die Luzerner Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern bei ihrem Gegenbesuch in Potsdam herzlich willkommen.

Vielen Dank

Benjamin Braune, Klasse 1672
Kaufmann für Bürokommunikation