Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schülerinnen und Schüler,
am 21. April 2009 wird die Schulkonferenz zu ihrer nächsten Sitzung
zusammenkommen.
Der Fachbereich Schule und Sport der Stadt Potsdam hat die Schulentwicklungsplanung für den Zeitraum 2009 bis 2015 vorgelegt, worüber auch in der Presse berichtet wurde. Der Fachbereich ist verpflichtet, alle Schulen der Stadt Potsdam über ihre Schulkonferenzen zu dieser Planung anzuhören. Als Anhörungstermin für unsere Schule ist der 21. April 2009 ab 16.30 Uhr vorgesehen. Für unsere Schule ist vor allem die Zukunft des Standortes „Schilfhof“ von großer Bedeutung und damit verbunden die künftige Schulstruktur.
Zur Information finden Sie unten einen Auszug aus dem „Schulentwicklungsplan“.
Die Mitglieder der Schulkonferenz stehen für Anregungen und Kritik gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Schulze-Marmeling,
Vorsitzender der Schulkonferenz
AUSZUG AUS DEM SCHULENTWICKLUNGSPLAN DER STADT POTSDAM 2009- 2015:
Fazit und Empfehlung
Der demographisch bedingte Schülerrückgang wird sich auf die berufliche Bildung der Landeshauptstadt Potsdam aufgrund seiner Funktion als regionales Ausbildungszentrum zwar insgesamt in geringerem Maße auswirken, die einzelnen Standorte werden allerdings unterschiedlich betroffen sein. Aufgrund der bisherigen Entwicklung wird davon ausgegangen, dass die Schülerzahlen vor Allem im Oberstufenzentrum I weiter abnehmen werden. In den Oberstufenzentren II und III wird demgegenüber mit einer geringeren Abnahme gerechnet. Diese Annahme wird durch die aktuellen Schülerzahlen für das Schuljahr 2008/09 gegenüber 2007/08 bestätigt.
Angesichts dieser Entwicklung müssen die freien Kapazitäten bei wirtschaftlicher Betrachtung für die Überhänge am OSZ II genutzt werden. Dafür bieten sich auch aus Sicht des Staatlichen Schulamtes Brandenburg an der Havel zunächst zwei Lösungsvarianten an:
Variante 1:
Das OSZ l hat künftig 3 statt 4 Abteilungen. Das OSZ I kann dann teilweise durch das OSZ II mitgenutzt werden. Das OSZ II könnte aufgrund der Schülerzahlen von 3 auf 4 Abteilungen erweitert werden.
Variante II
Die Strukturen der beiden OSZ werden so verändert, dass die Gebäude voll ausgenutzt werden. Die Anzahl der Abteilungen würde sich dann nicht verändern.
Das OSZ II hätte dann keine Vollzeitschüler mehr.
- Berufliches Gymnasium und Kooperatives Modell laufen aus,
- Fachoberschule (Wirtschaft und Verwaltung) und Sportassistenten könnten an das OSZ I angegliedert werden.
Das OSZ II würde dann noch zu 140% bezogen auf die Vollzeitplätze ausgelastet sein.
Eine weitere Reduzierung könnte z. B. durch Umlagerung folgender Berufe erfolgen:
- Fotomedienfachmann/ fachfrau (OSZ I),
- Kaufmann/Kauffrau Gesundheitswesen (OSZ III),
- Servicefahrer (OSZ I),
- Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen (OSZ I),
- Kaufmann/Kauffrau für Dialogmarketing (OSZ I),
- Servicefachkraft für Dialogmarketing (OSZ I)
Auch eine andere Auswahl wäre durchaus denkbar, so dass eine volle Auslastung der vorhandenen Gebäude möglich wird.
Der Nachteil von Variante I besteht darin, dass das OSZ II nicht in einem Gebäude, sondern in zwei weit auseinander liegenden Standorten in der Stadt und zwei Schulen in einem Gebäude untergebracht wären. Aus organisatorischen Gründen ist aus Sicht des Staatlichen Schulamtes Brandenburg an der Havel die Variante II zu bevorzugen.
Für das OSZ III „Johanna Just“ besteht kein Handlungsbedarf.
Ein berufliches Gymnasium kann ggf. an einem geeigneten OSZ-Standort neu errichtet werden.

